JHV des Schäferverein Odenwaldkreis e.V.

Jahreshauptversammlung des Schäfervereins Odenwaldkreis

Im nahezu voll besetzten Saal des Gasthauses „Zur Krone“ in Bad König-Zell begrüßte der Vorsitzende des Schäfervereins Odenwaldkreis, Bernd Keller, zahlreiche Mitglieder sowie besondere Gäste. Unter ihnen waren die Bundestagsabgeordnete Patricia Lips (CDU) und Kristin Loh, Geschäftsführerin des Hessischen Verbandes für Schafzucht und -haltung e. V. Bedauert wurde, dass kein Vertreter des Odenwaldkreises anwesend war – insbesondere im Hinblick auf die wichtige Thematik der GAP-Reform, die den Odenwald maßgeblich betreffen wird.

In seinem Jahresbericht blickte Bernd Keller auf zahlreiche Veranstaltungen zurück, an denen der Verein beteiligt war oder die er selbst organisiert hatte. Ein besonderer Höhepunkt war der 30. Odenwälder Schäfertag, bei dem Staatsminister Ingmar Jung als Ehrengast begrüßt werden konnte. Ein herzlicher Dank galt der Familie Ortiz, die erneut den traditionellen Schafzug von Steinbach durch die Michelstädter Altstadt bis in den Burggraben organisiert hatte.

Darüber hinaus beteiligte sich der Verein unter anderem am Eröffnungsumzug des Erbacher Wiesenmarktes, am Hessentagsumzug in Bad Vilbel sowie an der Tierschau beim Beerfelder Pferdemarkt und am Reichelsheimer Michelsmarkt.

Großen Zuspruch fand erneut der Grundkurs für Schafhalter sowie für Interessierte, die in die Schafhaltung einsteigen möchten. Aufgrund der hohen Nachfrage wird dieser Kurs auch in diesem Jahr wieder angeboten.

Erfreulich entwickelte sich die Mitgliederzahl: Sie stieg von 82 im Jahr 2016 auf 149 Mitglieder im Jahr 2025. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Christel und Bernd Keller durch den zweiten Vorsitzenden Bernd Walther geehrt. In seiner Ansprache würdigte er insbesondere das große Engagement beider für den Verein. Den Vorsitzenden Bernd Keller lobte er für seine erfolgreiche Arbeit, sein starkes Netzwerk in Politik und Wirtschaft sowie die dadurch erreichte hohe Wertschätzung des Vereins im Odenwald.

Kristin Loh informierte im Anschluss über die aktuelle Situation der Schafhaltung in Hessen. Sie stellte die vielfältigen Lehrgänge und Schulungsangebote des Verbandes vor, die von den Schäferinnen und Schäfern rege genutzt werden. Besonders ging sie auf das geplante „Hirtenjahr 2026“ und die damit verbundenen Veranstaltungen ein. Ein zentrales Thema blieb auch hier die geplante GAP-Reform, deren Auswirkungen auf die Betriebe und die Tierhaltung im Odenwald erheblich sein könnten.

Auch Patricia Lips griff dieses Thema auf und betonte, dass sich die Reform noch in der Verhandlungsphase befinde und noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht sei ein wichtiger Schritt, um eine ausgewogene Balance zwischen Naturschutz, Wolf und Weidetierhaltung zu erreichen. Zudem bot sie an, den Austausch mit den Schäferinnen und Schäfern auch außerhalb der Jahreshauptversammlung fortzuführen.

Im Ausblick auf das kommende Jahr verwies Bernd Keller auf wichtige Termine: den Grundkurs für Schafhalter im Mai, verschiedene Stammtische sowie den 31. Odenwälder Schäfertag am 13. September in Reichelsheim. Für 2027 ist der Schäfertag mit neuen Impulsen erneut in Michelstadt geplant.

Ein weiteres Projekt des Vereins ist die Initiative „Odenwald blüht“, die gemeinsam mit der Firma Saaten Zeller ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, im gesamten Odenwald Blühflächen – auch in kleinem Umfang – anzulegen und insbesondere Kindern einen Zugang zu Natur- und Umweltthemen zu ermöglichen. Kindergärten und Schulen wurden bereits angesprochen, und dank zahlreicher bereitgestellter Samentütchen soll die Aktion weiter ausgebaut werden.

Für das Jahr 2027 ist zudem ein neues gastronomisches Großereignis geplant: die „Odenwälder Schaftage“. Weitere Informationen hierzu werden im Laufe des Jahres veröffentlicht.

Auch die Homepage des Schäfervereins wird derzeit überarbeitet. Künftig sollen die Leistungen der Schäferinnen und Schäfer noch stärker in den Fokus rücken. Zudem wird es eine Übersicht geben, bei welchem Betrieb welche Produkte erhältlich sind – ein Besuch der Website lohnt sich also regelmäßig.

Zum Abschluss dankte Bernd Keller allen Vorstandsmitgliedern, den zahlreichen Helferinnen und Helfern, den beteiligten Kommunen Michelstadt und Reichelsheim sowie allen Sponsoren und Unterstützern für ihr großes Engagement.